13. sks-Börsen-Apéro
mit Kurt Strittmatter und Urs Brunner
Konjunktur- und Börsenperspektiven 2006
Am 14. November standen im MythenForum Schwyz beim 13.
sks-Börsenapéro die Konjunktur- und
Börsenperspektiven 2006 im Mittelpunkt. Finanzanalyst Urs
Brunner und Börsenprofi Kurt Strittmatter, beide von Rahn &
Bodmer in Zürich, versorgten die rund 200 Zuhörer/-innen mit
spannenden Wirtschaftszahlen und interessanten
Anlageempfehlungen.
Bei der Begrüssung erinnerte Sparkasse Schwyz-Direktor
Rainer Zörner die Anwesenden daran, dass Brunner/Strittmatter
zum ersten Mal 2002 im Rahmen des 9. sks-Börsenapéros
aufgetreten waren. Mit Grafiken bewies er, dass den
seinerzeitigen Anlageempfehlungen der beiden ein voller Erfolg
beschieden war.
Nach diesem schmeichelhaften Einstieg gab Kurt Strittmatter
einen kurzen Einblick in die «Psychologie» des
Börsengeschehens. Der Direktor von Rahn & Bodmer beschäftigt
sich seit bald 40 Jahren mit dem Geschehen am Ring. «Die Börse
ist ein Markt, auf dem immer alle dasselbe tun», sagte er,
«denn "The trend is your friend!", d. h. für Anleger frei
übersetzt "Halte Dich an den allgemeinen Börsentrend!".»
Danach zeichnete Urs Brunner, Leiter Finanzanalyse bei Rahn
& Bodmer, ein detailliertes Bild der Wirtschaftsentwicklung in
den USA und Japan. Er geht davon aus, dass 2006 die Zinsen
steigen werden, was in der Regel die Börsenentwicklung
behindert. Auf dem europäischen Börsenplatz scheint das
Wachstumspotenzial nach den überraschenden Kurssteigerungen
der letzten Monate vorderhand etwas ausgereizt.
Roche oder Novartis?
Im dritten Teil ihrer Ausführungen wurden
Brunner/Strittmatter konkret: Brunner analysierte kurz
einzelne (Schweizer) Unternehmen und Strittmatter gab
daraufhin eine Anlageempfehlung. Zu den «Muss»-Käufen zählte
das Duo Aktien von Nestlé und Geberit. «Hätten Sie vor 40
Jahren Nestlé gekauft und behalten», so Strittmatter zum
Publikum, «sässen Sie heute Abend wohl kaum hier.»
Teilweise grossen Nachholbedarf haben gemäss
Brunner/Strittmatter Swatch und Novartis. Vor allem zum
Pharmariesen gab's einen unmissverständlichen Tipp: «Roche
verkaufen und Novartis kaufen!»
Bei anderen Titeln wie Swiss Re, UBS oder dem Nischenplayer
Belimo (Lüftungsklappen) rieten die Experten eher zu einem
passiven Verhalten: «Kann man kaufen, muss man aber nicht.
Vielleicht ist es am besten, wenn man noch etwas zuwartet.»
Als interessant bewerteten sie hingegen die Papiere von
Georg Fischer oder Synthes (Knochenimplantate): «Georg Fischer
entwickelt sich sehr stabil und unabhängig vom Schweizer
Börsenindex. Synthes ist in seinem Markt weitgehend allein.»
Nach der abschliessenden Fragerunde, die rege genutzt
wurde, lud die Sparkasse Schwyz die Anwesenden zum Apéro ins
Foyer des MythenForum ein.
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